REvil (Sodinokibi) war 2019–2021 eine der aggressivsten Ransomware-as-a-Service-Gruppen, verantwortlich für Großangriffe wie Kaseya und JBS. Nach internationalem Druck nahmen russische Behörden Anfang 2022 mehrere Mitglieder fest; die Operation kam zum Erliegen.
Historisch
RaaS
REvil, Sodinokibi, Pinchy Spider
2019 (als Nachfolger von GandCrab)
Nachfolger von GandCrab Ransomware
Russland (bestätigt; FSB-Verhaftungen Jan. 2022)
Alle Sektoren; Fokus Nahrungsmittel, Finanzwesen, IT-Dienstleister
Global; vermied gezielt GUS-Staaten
25.000 – 70 Mio. USD; höchste bekannte Forderung aller Zeiten: 70 Mio. USD (Kaseya)
96 dokumentierte Opfer (Tracker); Operation GoldDust rechnet ~5.000 Infektionen zu; inaktiv seit ~Mitte 2022
zufällige 5–10-stellige Endung je Opfer
[endung]-readme.txt / [endung]-HOW-TO-DECRYPT.txt
Verschlüsselung: Salsa20 (Datei) + Curve25519 (ECDH) + RSA-2048 (Schlüsselschutz). Bekannter IOC: Registry-Pfad HKLM\SOFTWARE\WOW6432Node\BlackLivesMatter\.
Plattformen: Windows (PE32/64), Linux/ESXi (ELF64, killt VMs vor Verschlüsselung), NAS.
Bedeutung: pionierte Double- und testete Triple-Extortion; prägte das Playbook moderner Ransomware.
Angriffsflächen-Management und 24/7-Detection im Cyber Defense Center adressieren die Supply-Chain-Wege, die REvil populär machte.