Medusa ist eine Ransomware-as-a-Service-Gruppe, die seit 2023 stark gewachsen ist und ihre Opfer über einen öffentlichen Leak-Blog mit Countdown unter Druck setzt. CISA und FBI warnten explizit vor der Gruppe. Einstieg meist über ungepatchte Schwachstellen und gestohlene Zugangsdaten; getroffen werden überproportional Bildungseinrichtungen, Gesundheitswesen und KMU.
Seit Mitte Februar 2026 postet Medusa jedoch keine neuen Opfer mehr – die Operation gilt derzeit als geschwächt bzw. pausiert, die Leak-Infrastruktur besteht aber weiter. Ein Wiederaufflammen ist bei RaaS-Marken nicht ausgeschlossen.
Geschwächt
RaaS
Medusa (nicht verwandt mit MedusaLocker)
2021 (Leak-Blog seit 2023)
Keine bekannte Verbindung
Russland oder osteuropäisches Land (vermutet)
Bildung, Gesundheitswesen, Behörden, kritische Infrastruktur
USA, DACH, UK, Indien, Frankreich, Italien
100.000 – 15 Mio. USD; öffentliche Auktionen auf der Leak-Seite
Rund 517 gelistete Opfer; letztes neues Opfer Mitte Februar 2026 (Stand: Juli 2026)
.medusa
!!!READ_ME_MEDUSA!!!.txt
Sprache/Plattform: C++ (64-bit Windows-PE), primär Windows.
Verschlüsselung: AES-256 je Datei, der AES-Schlüssel wird mit RSA-2048 verschlüsselt (Angreifer hält den privaten Schlüssel). Endung .medusa; übersprungen werden u. a. .dll, .exe, .lnk.
Vulnerability Management priorisiert die wirklich ausgenutzten Lücken, das Cyber Defense Center erkennt Angriffe früh – und im Ernstfall übernimmt Argos auch Krisenkommunikation und Behördenmeldungen.