Akira ist eine Ransomware-Gruppe, die vor allem kleine und mittlere Unternehmen über schwach gesicherte Fernzugänge angreift – typischerweise VPNs ohne MFA oder mit bekannten Schwachstellen. Nach dem Eindringen werden Daten gestohlen und Systeme verschlüsselt (Double Extortion). Die Gruppe zählt seit 2023 durchgehend zu den aktivsten weltweit.
Aktiv
Ransomware-as-a-Service (RaaS)
Akira Ransomware
März 2023
Vermutlich aus dem Conti-Netzwerk (ähnliche TTPs und Codebasis)
Russland/Osteuropa (stark vermutet), mögliche Nähe zu Conti-Operatoren
Fertigung, Finanzwesen, Gesundheitswesen, Bildung, kritische Infrastruktur
USA (über 50 %), DACH, UK, Kanada, Australien
200.000 – 4 Mio. USD; Zahlung in Bitcoin und Monero
1.400+ gelistete Opfer seit März 2023, über 244 Mio. USD erpresst (Stand: Juni 2026)
.akira, .akiranew
akiranew.txt
Plattformen: Windows, Linux, VMware ESXi, Hyper-V und – seit Juni 2025 – Nutanix AHV (erste beobachtete AHV-Angriffe). Multi-Plattform-Fähigkeit ist ein Kennzeichen.
Verschlüsselung (Windows): C++-Variante mit AES. Linux/ESXi („Akira_v2“): KCipher2 + ChaCha8 pro Block, Schlüssel über 1.500 SHA-256-Runden, RSA-4096-geschützt; zielt auf ESXi-.vmdk-Dateien und fährt VMs via esxcli/vim-cmd herunter. Nutanix AHV: verschlüsselt .qcow2-Disks direkt.
Varianten: Original (C++/Windows), Linux/ESXi-Variante, „Megazord“ (Rust-Encryptor) und „Akira_v2“ (schnellerer ESXi-Encryptor). Programmiersprachen: C++ und Rust.
Secure-Access-Lösungen mit MFA, 24/7-Erkennung über das Cyber Defense Center und Incident Response mit ≤ 30 Minuten Reaktionszeit remote.